Historie

 

Chronologie des Namedyer Sprudels und des Geysir Andernach


um 1900

Beobachtung von aufsteigenden Gasblasen im Altwasserarm der Halbinsel Namedyer Werth. Diese werden anfänglich als Faulgase interpretiert.1


1903-1904

Die erste Bohrung bis in eine Tiefe von 343 m fördert alle 3-4 Stunden ca. 25 m3 Mineralwasser geysirartig in eine Höhe von 50-60 m.2


1904

Nutzung des Brunnens durch die Namedyer Sprudel GmbH für die Gewinnung von Heil- und Mineralwasser3


1918

Schwere Schäden durch den 1. Weltkrieg;
keine Mineralwasser-, jedoch weiterhin Kohlensäuregewinnung4


1920

Die Augustinus-Sprudel AG, Hönningen, pachtet das Recht für die Kohlensäuregewinnung auf 30 Jahre5

Spätherbst 1953

Durch Beschädigungen (auch während des Krieges) kommt die Ergiebigkeit des Brunnens zum Erliegen


1955

Die C. Deilmann AG, Bad Bentheim, übernimmt die Namedyer Sprudel GmbH und führt eine neue Bohrung 30 m südöstlich des alten Brunnens bis in eine Tiefe von 850 m durch7


5. September 1957

Die Firma Deilmann nimmt den Sprudel außer Betrieb8


21. Januar 1958 Eine erste Analyse belegt:
der Brunnen ist ein "thermaler Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Säuerling"9

 

1966

Bestätigung als natürliches Heil- und Mineralwasser durch ein Gutachten von Dr. K. Fricke, Krefeld10

Überprüfung der Aktivität und Rohrleitungen des Geysirs durch Techniker11


1967

Durch den Bau der B9-Krahnenbergbrücke wird die gewerbliche Nutzung eingeschränkt, so dass die Bohrung durch einen Schieber verschlossen wird;
die technische Zeichnung des Bohrlochverschlusses trägt das Datum 10.07.196712


23. Dezember 1968

laut Bewilligungs- und Erlaubnisbescheid der Bezirksregierung Koblenz wurde das Wasserrecht auf eine Dauer von 30 Jahren erteilt13


22. November 1985

Die Ausweisung des Namedyer Werth zum Naturschutzgebiet14


12. Januar 1990

Kauf der Halbinsel Namedyer Werth durch die Stadt Andernach von der Firma C. Deilmann AG15


25. Juni 1997

Schreiben der Bezirksregierung Koblenz zur Verlängerung der Bewilligung vom 23.12.1968 zur Entnahme von Grundwasser zu Gunsten der Stadt Andernach16


1999

Geologische, hydrogeologische und geophysikalische Voruntersuchungen zur Auffindung eines Bohransatzpunktes für einen neu zu errichtenden CO2 -Sprudel-Brunnen17


09. Juni 2000

1. Sitzung der Arbeitsgruppe zur Reaktivierung des Namedyer Geysirs;
Erläuterung verschiedener Bohrverfahren und diesbezüglich entstehender Kosten durch Prof. H. Hötzl und
Dipl.-Geol. B. Krauthausen;
Darstellung der Rahmenbedingungen und Problematik (Standortauswahl, Wasserdruck, Hochwasser, Kosten) der Bohrung18


20. September 2000

Antrag für Befreiung von den Verboten des §4 der Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet "Namedyer Werth" an die Obere Landespflegebehörde Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord20
04. Oktober 2000 Antrag für die Genehmigung des Hauptbetriebsplans für das Abteufen der hydrogeologischen Erkundungsbohrung21


08. Januar 2001

Erteilung der Befreiung von Teilen der Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet Namedyer Werth22

15. März 2001

Ausnahmegenehmigung vom Verbot zur Durchführung von Gehölzrückschnitten im Naturschutzgebiet Namedyer Werth erteilt23


04. April 2001

Zulassung des Hauptbetriebsplans der Stadtverwaltung Andernach für die Wassererschließungsbohrung "Neuer Namedyer Sprudel"24


03. Juli 2001

Sonderbetriebsplan für die Bohranlage "DBA 4" zum Abteufen der Bohrung "Neuer Namedyer Sprudel" wird zugelassen.25


August 2001

Beginn der Erkundungsbohrung für die mögliche Reaktivierung des Namedyer Sprudels
2003 Vorbereitung der baulichen Umfeldgestaltung und Konzeption des Besucherzentrums.
10. Mai 2005 Vertrag zwischen der Stadt Andernach und dem BUND:
Der Geysir bricht wieder aus!

 

Sommer 2006

Die Stadt Andernach veranstaltet den ersten "Geysir-Sommer".
An zehn Wochenenden bewundern insgesamt etwa 5.000 Interessierte das Naturschauspiel.


Sommer 2008

Insgesamt nutzen ca. 16.000 Besucher an den Sommerwochenenden die Gelegenheit, einen Geysir-Ausbruch zu sehen.

Herbst 2008

Eintrag des Geysir Andernach ins Guiness Buch der Rekorde als der höchste Kaltwasser-Geysir der Welt mit einer Wasserfontäne von über 60 m.

30. Mai 2009

Eröffnung des Geysir Andernach Erlebniszentrums, das den Besuchern in einer einzigartigen interaktiven Ausstellung grundlegende Informationen zum Geysir und zum Vulkanismus in der Eifel vermittelt.


30. Oktober 2009

Abschluss der ersten Geysir-Saison mit über 80.000 begeisterten Besuchern


Dezember 2009

Ein Weihnachts-Sonderprogramm mit dem Namen „Geysir Winterzauber“ lässt die Besucher einen Geysir-Ausbruch im Winter bestaunen.


28. Februar 2010 Eröffnung der Geysir-Saison 2010:
Trotz des Sturmtiefs Xynthia über Deutschland startet der Geysir Andernach pünktlich mit dem Geysir-Erwachen in die zweite Saison.


17. Mai 2010

Das SWR3-Fernsehen sendet zum Themenschwerpunkt „Wasserwelten“ die Landesschau Rheinland-Pfalz live vom Geysir-Schiff „MS Namedy“.

 

30. Mai 2010 - 1 Jahr Geysir Andernach Erlebniszentrum:
mit einem großen Fest wird der erste Geburtstag entsprechend gefeiert. Auch das Geysir-Schiff „MS Namedy“ hat seinen ersten Geburtstag.

 

2011

Nach der dritten regulären Geysir-Saison haben schon 320.000 Gäste das Naturphänomen besucht.


 

 

 

 

 

 


1. Stadtarchiv Andernach, Inv. Nr. 1411/84, Stoffsammlung von Karl Wind, "Das Namedyer Werth und sein Geyer", undatiert
2. Heinrich, F.: Der Namedyer Sprudel bei Andernach. In: Zeitschrift für praktische Geologie, XVIII. Jahrgang, Nov.-Dez. 1910, S. 447
3. Stadtarchiv Andernach, Inv. Nr. 1411/84, Stoffsammlung Wind, a. a. O.
4. Stadtarchiv Andernach, Inv. Nr. 1411/84, Stoffsammlung Wind, a. a. O.
5. LHA Ko Best. 612 Nr. 4401, Niederschrift Bürgermeister Spaniol, S. 3
6. Ebda., Best. 612 Nr. 4401, Niederschrift von Bürgermeister Spaniol, vom 29. Dezember 1937, "Das Schicksal einer Rheinlandschaft". Niedergang und Aufstieg der Sprudelinsel bei Andernach.
7. Ebda.
8. Ebda.
9. Stadtarchiv Andernach, Inv. Nr. 10/97; Stadtwerke Andernach GmbH: Der Namedyer Sprudel; Oktober 1996Gutachten des Chemischen Laboratoriums Fresenius, Wiesbaden, 21.01.1958
10. Ebda.
11. Bericht Rhein-Zeitung, Andernach - Namedy vom 13.05.66
12. Ebda.
13. Ebda.
14. Bezirksregierung Koblenz, Rechtsverordnung vom 22. November 1985, inkraftgetreten am 16. Dezember 1985 mit der Veröffentlichung im Stadtanzeiger Nr. 48, S. 1100-1101
15. Kaufvertrag vom 12. Januar 1990, Urk. R. Nr. 39
16. Schreiben der Bezirksregierung Koblenz vom 25.06.1997
17. Abschlussbericht der Voruntersuchungen CO2 -Sprudel Namedy - Andernach von Prof. Dr. Heinz Hötzl und Dr. Wolf-gang Breh, Dipl.-Geologe erstellt für Stadtwerke Andernach GmbH, angewandte Geologie Karlsruhe im Januar 1999
18. Schreiben WFG vom 14.06.2000 an Stadtwerke Andernach GmbH
19. Schreiben Bezirksregierung Koblenz vom 09.12.2000
20. Büro Dr. Sprengnetter und Partner Gbr, Bad Breisig, aufgestellt im September 2000, Bearbeiterin: Irmgard Schröer, Dipl. Ing. (FH) Landespflege
21. Büro Dr. Sprengnetter und Partner Gbr, Bad Breisig, aufgestellt im September 2000, Bearbeiterin: Irmgard Schröer, Dipl. Ing. (FH) Landespflege
22. Schreiben Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord vom 08.01.01
23. Schreiben Kreisverwaltung MYK vom 15.03.2001
24. Zulassung Bergamt Rheinland-Pfalz vom 04.04.2001
25. Zulassung Bergamt Rheinland-Pfalz vom 03.07.2001

 

 

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