Historie

Chronologie des Namedyer Sprudels und des Geysir Andernach

Ereignisse im 21. Jahrhundert – von heute bis zum Jahr 2000

2016

Mit über 127.000 Besuchern erlebt die Attraktion Geysir Andernach die erfolgreichste Saison seit der Eröffnung im Jahr 2009.

2015

Winter 2015/2016

Umfangreiche Umbaumaßnahmen im Geysir-Zentrum. Der neue Ausstellungsteil „Auftakt“ entsteht.

2011

Nach der dritten regulären Geysir-Saison haben schon 320.000 Gäste das Naturphänomen besucht.

2009

Dezember 2009

Ein Weihnachts-Sonderprogramm mit dem Namen „Geysir Winterzauber“ lässt die Besucher einen Geysir-Ausbruch im Winter bestaunen.

30. Oktober 2009

Abschluss der ersten Geysir-Saison mit über 80.000 begeisterten Besuchern.

30. Mai 2009

Eröffnung des Geysir-Zentrums, das den Besuchern in einer einzigartigen interaktiven Ausstellung grundlegende Informationen zum Geysir und zum Vulkanismus in der Eifel vermittelt.

2008

Herbst 2008

Eintrag des Geysir Andernach ins Guinness Buch der Rekorde als der höchste Kaltwasser-Geysir der Welt mit einer Wasserfontäne von über 60 m.

Sommer 2008

Insgesamt nutzen ca. 16.000 Besucher an den Sommerwochenenden die Gelegenheit, einen Geysir-Ausbruch zu sehen.

2007

Sommer 2007

Der Bau des Geysir-Zentrums mit seiner spektakulären Architektur beginnt.

2006

Sommer 2006

Die Stadt Andernach veranstaltet den ersten „Geysir-Sommer“. An zehn Wochenenden bewundern insgesamt etwa 5.000 Interessierte das Naturschauspiel.

2005

10. Mai 2005

Nach Rechtsstreitigkeiten mit dem BUND und der Stadt Andernach bezüglich der touristischen Nutzung wird ein außergerichtlicher Vergleich geschlossen. Ein Vertrag zwischen der Stadt Andernach und dem BUND beendet die Streitigkeiten: Der Geysir bricht wieder aus!

2001

August 2001

Beginn der Erkundungsbohrung für die mögliche Reaktivierung des Namedyer Sprudels 2003 Vorbereitung der baulichen Umfeldgestaltung und Konzeption des Besucherzentrums.

03. Juli 2001

Sonderbetriebsplan für die Bohranlage "DBA 4" zum Abteufen der Bohrung "Neuer Namedyer Sprudel" wird zugelassen.

Zulassung Bergamt Rheinland-Pfalz vom 03.07.2001

04. April 2001

Zulassung des Hauptbetriebsplans der Stadtverwaltung Andernach für die Wassererschließungsbohrung „Neuer Namedyer Sprudel“.

Zulassung Bergamt Rheinland-Pfalz vom 04.04.2001

15. März 2001

Ausnahmegenehmigung vom Verbot zur Durchführung von Gehölzrückschnitten im Naturschutzgebiet Namedyer Werth erteilt.

Schreiben Kreisverwaltung MYK vom 15.03.2001

08. Januar 2001

Erteilung der Befreiung von Teilen der Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet Namedyer Werth.

Schreiben Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord vom 08.01.01

2000

04. Oktober 2000

Antrag für die Genehmigung des Hauptbetriebsplans für das Abteufen der hydrogeologischen Erkundungsbohrung.

Büro Dr. Sprengnetter und Partner Gbr, Bad Breisig, aufgestellt im September 2000, Bearbeiterin: Irmgard Schröer, Dipl. Ing. (FH) Landespflege

20. September 2000

Antrag auf Befreiung von den Verboten des §4 der Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet "Namedyer Werth" an die Obere Landespflegebehörde Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord.

Büro Dr. Sprengnetter und Partner Gbr, Bad Breisig, aufgestellt im September 2000, Bearbeiterin: Irmgard Schröer, Dipl. Ing. (FH) Landespflege

09. Juni 2000

1. Sitzung der Arbeitsgruppe zur Reaktivierung des Namedyer Geysirs; Erläuterung verschiedener Bohrverfahren und diesbezüglich entstehender Kosten durch Prof. H. Hötzl und Dipl.-Geol. B. Krauthausen; Darstellung der Rahmenbedingungen und Problematik (Standortauswahl, Wasserdruck, Hochwasser, Kosten) der Bohrung

Schreiben WFG vom 14.06.2000 an Stadtwerke Andernach GmbH

Historische Aufnahmen rund um den Geysir Andernach

Ereignisse im 20. Jahrhundert – von 1999 bis 1900

Geologische, hydrogeologische und geophysikalische Voruntersuchungen zur Auffindung eines Bohransatzpunktes für einen neu zu errichtenden CO2 -Sprudel-Brunnen.

Abschlussbericht der Voruntersuchungen CO2 -Sprudel Namedy - Andernach von Prof. Dr. Heinz Hötzl und Dr. Wolf-gang Breh, Dipl.-Geologe erstellt für Stadtwerke Andernach GmbH, angewandte Geologie Karlsruhe im Januar 1999

25. Juni 1997

Schreiben der Bezirksregierung Koblenz zur Verlängerung der Bewilligung vom 23.12.1968 zur Entnahme von Grundwasser zu Gunsten der Stadt Andernach.

Schreiben der Bezirksregierung Koblenz vom 25.06.1997

12. Januar 1990

Kauf der Halbinsel Namedyer Werth durch die Stadt Andernach von der Firma C. Deilmann AG.

Kaufvertrag vom 12. Januar 1990, Urk. R. Nr. 39

22. November 1985

Das Namedyer Werth wird als zum Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Bezirksregierung Koblenz, Rechtsverordnung vom 22. November 1985, inkraftgetreten am 16. Dezember 1985 mit der Veröffentlichung im Stadtanzeiger Nr. 48, S. 1100-1101

23. Dezember 1968

Laut Bewilligungs- und Erlaubnisbescheid der Bezirksregierung Koblenz wurde das Wasserrecht auf eine Dauer von 30 Jahren erteilt.

Ebda

Durch den Bau der B9-Krahnenbergbrücke wird die gewerbliche Nutzung eingeschränkt, so dass die Bohrung durch einen Schieber verschlossen wird. Die technische Zeichnung des Bohrlochverschlusses trägt das Datum 10.07.1967.

Ebda

Bestätigung als natürliches Heil- und Mineralwasser durch ein Gutachten von Dr. K. Fricke, Krefeld.

Ebda


Überprüfung der Aktivität und Rohrleitungen des Geysirs durch Techniker.

Bericht Rhein-Zeitung, Andernach - Namedy vom 13.05.66

21. Januar 1958

Eine erste Analyse belegt: der Brunnen ist ein "thermaler Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Säuerling"

Stadtarchiv Andernach, Inv. Nr. 10/97; Stadtwerke Andernach GmbH: Der Namedyer Sprudel; Oktober 1996Gutachten des Chemischen Laboratoriums Fresenius, Wiesbaden, 21.01.1958

5. September 1957

Die Firma Deilmann nimmt den Sprudel außer Betrieb.

Ebda

Die C. Deilmann AG, Bad Bentheim, übernimmt die Namedyer Sprudel GmbH und führt eine neue Bohrung 30 m südöstlich des alten Brunnens bis in eine Tiefe von 850 m durch.

Ebda

Spätherbst 1953

Durch Beschädigungen (auch während des Krieges) kommt die Ergiebigkeit des Brunnens zum Erliegen.

Die Augustinus-Sprudel AG, Hönningen, pachtet das Recht für die Kohlensäuregewinnung auf 30 Jahre.

LHA Ko Best. 612 Nr. 4401, Niederschrift Bürgermeister Spaniol, S. 3

Schwere Schäden durch den 1. Weltkrieg; keine Mineralwasser-, jedoch weiterhin Kohlensäuregewinnung.

Stadtarchiv Andernach, Inv. Nr. 1411/84, Stoffsammlung Wind, a. a. O

Bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts war der Geysir Andernach, damals als Namedyer Sprudel bekannt, ein beliebtes Ausflugsziel.

Nutzung des Brunnens durch die Namedyer Sprudel GmbH für die Gewinnung von Heil- und Mineralwasser

Stadtarchiv Andernach, Inv. Nr. 1411/84, Stoffsammlung Wind, a. a. O.

Die erste Bohrung bis in eine Tiefe von 343 m fördert alle 3-4 Stunden ca. 25 m³ Mineralwasser geysirartig in eine Höhe von 50–60 m.

Heinrich, F.: Der Namedyer Sprudel bei Andernach. In: Zeitschrift für praktische Geologie, XVIII. Jahrgang, Nov.-Dez. 1910, S. 447

Um 1900

Beobachtung von aufsteigenden Gasblasen im Altwasserarm der Halbinsel Namedyer Werth. Diese werden anfänglich als Faulgase interpretiert.

Stadtarchiv Andernach, Inv. Nr. 1411/84, Stoffsammlung von Karl Wind, "Das Namedyer Werth und sein Geyser", undatiert

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